Das Malz wird lose in Silolastzügen oder in Säcken angeliefert und in Malzsilos gelagert. In der Schrotmühle wird das Malzkorn dann zerkleinert.
   
In Maischpfanne und -bottich wird das Malzschrot mit Wasser vermischt und auf verschiedene Temperaturen aufgeheizt. Dabei werden die löslichen Bestandteile (Stärke u. Eiweiß) des Malzes durch bestimmte Enzyme in Malzzucker umgewandelt. Dies nennt man auch Würze.
   

Im Läuterbottich wird die Würze von den unlöslichen Bestandteilen des Malzes befreit. Diese Substanz wird Treber genannt und sind sehr eiweißhaltig. Daher eignen sie sich bestens als Nahrungsergänzung für Rinder und Kühe der Landwirte. Die blanke Würze läuft zurück in die sog. Würzepfanne, wo der Hopfen zugegeben wird. Dann wird die fertige Mischung ca. 90 Minuten gekocht.

   
Nach dem Kochende wird im Whirlpool der Heisstrub (Eiweiß-Gerbstoffverbindungen) ausgeschieden. Anschliessend wird die heisse Würze mittels Würzekühler auf eine Temperatur von 5-7° C abgekühlt.
   
Die kalte Würze, der Hefe hinzugefügt wurde, wird nun in den Gärbottichen gefüllt, wobei die Gärung einsetzt. Die Gärzeit beträgt bei Verwendung von untergäriger Hefe ca. 7 Tage. Bei Zugabe von obergäriger Hefe dauert es nur ca. 5 Tage. Nach Beendigung der Gärung wird das sog. Jungbier in den Tanks des Lagerkellers gelagert. Hier kann es in Ruhe ca. 8 - 12 Wochen klären und reifen. Das Bier reichert sich in dieser Zeit mit Kohlensäure an. Nach Beendigung der Lagerzeit testet der Braumeister durch die sog. Zwickelprobe ob das Bier genügend geklärt und gereift ist und gibt es dann für die Filtration frei.
 
 
 
Abfüllung
 
Damit das Bier blank und klar wird muss es noch eine Filteranlage durchlaufen. Die Trübungsteilchen bleiben an den Filterschichten hängen und das
blanke Bier wird in den Drucktanks zwischengelagert. Je nach Verwendung wird das Bier jetzt entweder in Flaschen oder in Fässern abgefüllt.

Wird das Bier in Flaschen abgefüllt, müssen diese erst gereinigt werden. In der Flaschenreinigungsmaschine werden die Flaschen in ein Laugenbad
(82° C) eingeweicht, danach mittels Spritzdüsen innen und aussen gereinigt. Anschliessend werden sie noch mit Heisswasser, Kaltwasser und schliesslich mit Frischwasser ausgespritzt. Nach dem Reinigungsvorgang erfolgt die Kontrolle über den Flascheninspekteur wo eventuell noch beschädigte oder leicht verschmutzte Flaschen ausgeschieden werden.

Im Flaschenfüller werden die Flaschen abgefüllt. Dabei werden sie erst mit Kohlensäure vorgespannt, d.h. ein Gegendruck wird erzeugt, damit die Flaschen auch die richtige Füllmenge aufweisen. Anschliessend werden sie mit Kronenkorken bzw. die Limonaden mit Schraubverschlüssen verschlossen. Nach der darauffolgenden Etikettierung werden die Flaschen in Kästen gepackt und im Lager gestapelt.